Montag, 22. März 2010

Mutti würde ... iPad kaufen - Teil 1


In der Serie "Mutti würde..." suche ich nach dem Nutzen von Technologie im Alltag von Non-Nerds.
Die Inspiration dafür bekam ich von meiner Mutter, die das iPad gesehen hat und begeistert war.
Deshalb startet die Serie auch gleich mit diesem Gadget.


Mutti würde iPad kaufen:


Aber warum?
Was kann sie damit machen?
Wem hilft das?
Und was kommt als nächstes?

„The largest mobile device company in the world!“ (Der größte Hersteller für mobile Endgeräte; frei übersetzt.)
Das war der Satz den Steve Jobs als Beschreibung für Apple Inc. im neuen Jahrzehnt benutzte.
Neben dem iPhone, dem iPod (Touch) und den Macbooks zählt seit dieser Keynote auch das neue iPad in diese sicherlich geschönte Statistik hinein.
Während das iPhone, aber vor allem die iPods und Macbooks eher auf jüngere Generationen abzielen (geködert durch Bildungsrabatte und ähnliches), wird das iPad nun auch interessant für technikferne Menschen. In diesem Blogeintrag soll es darum gehen was Mutti mit diesem Gerät alles machen, welche Chancen es der Gesellschaft bieten und was die Zukunft bringen könnte.

Nach der Veröffentlichung des Tabletts von Apple war eine Sache besonders interessant: das Echo der Medien. Während die traditionellen Broadcaster wie Zeitungen und TV Sender das iPad in den Himmel lobten, blieben Blogger und Podcaster zurückhaltend euphorisch.Entweder weil sie mehr erwartet hatten oder weil die negativen Seiten des Gerätes ihnen die Freude verdarben. Die größten Kritikpunkte kurz zusammengefasst:
  • App Store: Apple hat die Hoheit über die Zulassung der Programme für den Store. Anwendungen, die nicht der amerikanischen Moral oder den intransparenten Aufnahmeregeln entsprechen, dürfen nicht in den App Store. So wurden Programme entfernt, die leichtbekleidete Frauen zeigen oder Wörterbücher zensiert weil sie auch die weniger netten englischen Wörter beinhalteten.
  • Multitasking: Bis auf Safari und dem iPod (Musikwiedergabe in der iPod App) können keine Programme Dritter im Hintergrund Dinge erledigen. GPS Tracking, Audio Streaming und Instant Messaging wird so zur Qual.
  • Kamera: Für Videochats bestimmt ganz nett; wahrscheinlich jedoch erst in der zweiten Generation eingebaut.
  • Micro SIM Karte: Die UMTS Version des iPads benötigt eine Micro SIM um ins mobile Internet starten zu können. Die Netzbetreiber haben aber bis jetzt noch keine Karten dieser Bauart auf Lager. Leo vom fscklog bekam auf Anfragen von T-Mobile die Antwort, dass Micro SIMs schon in der Produktion seien und zum Start des iPads zur Verfügung stehen würden. In wieweit andere Netzbetreiber sich auf diesen Umstand vorbereiten ist nicht bekannt. Für den Wettbewerb wäre es jedoch wünschenswert, wenn Micro SIMs von jedem Betreiber angeboten würden.

Wir wollen aber die positiven Seiten unter die Lupe nehmen.
Auch wenn es kaum ein Computernutzer zugeben würde, die meisten Menschen wären mit einem iPad besser aufgehoben als mit einem Quadcore Superrechner mit Windows 7.
Denn wenn man sich in seinem Bekanntenkreis umschaut, wird einem schnell klar, was Non-Nerds mit ihrem Rechner machen.
Nämlich nicht viel mehr als Emails beantworten, ein bisschen surfen und Solitär spielen.
Für diese drei Anwendungsfälle braucht man, allein aus Energiespargründen, keinen ausgewachsenen PC mehr.


Ende Teil 1 - Fortsetzung folgt...

Sonntag, 21. März 2010

Der erste Mac für die Familie

Eigentlich war dieser Blogeintrag nur als Mail an meine Familie gedacht, jetzt erscheint sie aber hier im Blog.

Ein neuer Computer muss her.
Das alte Samsung Notebook mit Ubuntu und Windows Vista macht nicht so wie die Familie will.
Als glücklicher Switcher sehe ich meine Chance endlich den Familiencomputer zu einem Mac zu machen.
Kurz die Vorraussetzungen angeschaut und los gehts.
"Es soll kein Notebook sein und der Mac muss in den ziemlich kleinen Computerschrank passen."

Das lässt kaum Spielraum.
Weil der Mac Pro viel zu groß und zu teuer ist, bleiben nur zwei Desktoplösungen von Apple.

Der Mac mini:


Für 550€ bekommt man mit der kleinsten Version genügend Leistung für die alltäglichen Computerarbeiten.
Großer Vorteil: weil er so klein ist passt der Mac mini auf jeden Fall in den Schrank.
Doch ich persönlich bin kein Fan dieses Macs.
Er ist zwar ein anschlussfreudiger Mac, doch kommt er ganz ohne Peripherie ins Haus.
Um ihn benutzen zu können benötigt man mindestens noch:
-Maus (10€, Apple Magic Mouse 70€)
-Tastatur (mind.10€, Apple Wireless Keyboard 70€)
-Bildschirm (mind.100€, Apple Cinema Display 850€)
-Monitoradapter (mind. 20-30€, sofern man kein Cinema Display anschließt)

Summarum summarum macht das inklusive Mac mini ungefähr 700€.
Und dann hat man zwar einen Mac, doch der ist umgeben von Kabeln und das günstige Zubehör sieht nicht sehr ästhetisch aus.


Meine Empfehlung ist deshalb der iMac 21,5":



1100€  muss man auf den Tisch legen um diesen sehr aufgeräumten Mac bei sich zuhause aufzustellen.
Doch die Ausstattung hat es in sich.
Als erstes fällt das wahnsinnig gute und fast zu helle LED Display auf.
Full HD Auflösung, satte Farben, unglaublicher Blickwinkel machen es definitiv zum Highlight des Geräts.
Ideal zum Filme anschauen ist auch das Seitenverhältnis von 16:9.
Darüberhinaus ist der iMac frei von jeglichen Kabeln, von dem Stromkabel natürlich abgesehen.
Deshalb ist er ziemlich mobil, zumindest was das hin- und hertragen in der Wohnung angeht.
Großer Vorteil gegenüber dem Mac mini ist der Lieferumfang der keine Wünsche offen lässt.
Die drahtlose Alu Tastatur von Apple ist elegant und tippfreundlich, während die Magic Mouse Logitech und Microsoft das Fürchten lehrt.
Um im Internet zu scrollen oder, mit dem Zusatzprogramm BetterTouchTool, mit Gesten seinen Arbeitsfluss zu beschleunigen ist sie perfekt.
Nur an das Halten der Maus muss man sich gewöhnen, da sie sehr niedrig ist und man die Handfläche nicht auf ihr abstützt.
An Schnittstellen mangelt es nicht, besonders weil die Peripherie keine kostbaren USB Ports belegt.
Um nicht mit einem Datenblatt verwechselt zu werden schreibe ich hier noch ein paar Erfahrungswerte von meinem iMac 27" auf:
-die neuen iMacs sind kaum zu hören, nur die Festplatte gibt ein leichtes Surren von sich
-der Sound der eingebauten Lautsprecher ist glasklar, das Einzige was dem Klang fehlt ist der Bass
-der Stromverbrauch ist sehr niedrig, auch im Ruhezustand (0,5 Watt mehr als ausgeschaltet)
-aus dem Ruhezustand erwacht er in 1 Sekunde
-der Ständer ist stabil und sorgt dafür, dass dem Computer keine verschütteten Getränke etwas anhaben können

Achso, das mit dem SD Kartenleser, der guten Webcam, den 4GB Arbeitspeicher und dem 3GHz Prozessor hab ich vergessen.
Einzige Minuspunkte ist die Erwärmung der Computerrückseite und, dass man nur schwer die Festplatte wechseln kann.
Dafür bleiben die Innereien wenigstens kühl.
Das alles in einem schönen Alugehäuse machen den iMac zu einem sehr guten Familiencomputer.

Donnerstag, 4. März 2010

Cinch

Das kleine Programm „Cinch“ bietet ein Fenstermanagement á la Windows 7. Wenn man ein Fenster am oberen Fensterrand festhält und an den linken oder rechten Bildschirmrand zieht, sodass der Mauszeiger den Bildschirmrand berührt, nimmt das Fenster automatisch die gesamte linke oder rechte Bildschirmhälfte ein. Wenn man dann das Fenster wieder vom Rand wegzieht, wird es so groß wie es vorher war. Für Leute, die einen Vollbildmodus für Fenster in Mac OS vermissen, bietet die Software eine komfortable Lösung an. Man zieht ein Fenster einfach an den oberen Bildschirmrand und voilà: Vollbild! Über Cinch ist schon oft berichtet worden, u.a. in Bitsundso #180.Aber auf meinem nagelneuen 27“ iMac braucht man sich um „Screen Estate“, also um die intelligente Nutzung von kostbaren Bildschirmplatz doch nicht zu kümmern, dachte ich. Erst als ich hörte, dass es von Cinch eine Demo Version gab, spielte ich sie neugierig auf meinen Mac. Von da an war alles anders, nämlich viel einfacher. Ein Fenster Vollbild hier, zwei halbe Fenster dort. Dateien kopieren wurde zum Kinderspiel, denn mit zwei Fenstern die den kompletten Bildschirm einnehmen hat man immer den vollen Überblick. Multitasking wird einem einfach gemacht. Großartig ist vor allem der bei Mac OS nicht vorgesehene Vollbildmodus für fast jedes Programm. Surfen im Internet macht seitdem auf 27“ noch mehr Spaß. Die Funktionen klingen sehr danach nur schnell von Windows 7 geklaut und schlampig programmiert worden zu sein. Doch das ist nicht der Fall. Die Software startet automatisch beim Login wenn man möchte und unterstützt auch Setups mit mehreren Bildschirmen. Dann benutzt sie nur den äußersten linken oder rechten Rand des Desktops. Einige Fenster die sich partout nicht vergrößern lassen wollen, wie die Systemeinstellungen, geben ein optisches Feedback in Form eines Verbotsschildes. Die Demo ist zwar nicht zeitlich beschränkt, doch ein Fenster weist mit der Zeit immer öfter darauf hin eine Lizenz zu kaufen. Diese kostet 7$, also etwas über 5€. Die Bezahlung läuft problemlos und sehr schnell über PayPal ab. Danach bekommt man eine Datei zugeschickt, die Cinch als Lizenz erkennt.
Ich persönlich möchte dieses Programm nicht mehr missen. Wie Alex Olma vom iPhone Blog in Bitsundso richtig gesagt hat: „Diese Software macht es grandios [...] gerade auf dem Laptop ist es extrem komfortabel.“



Weitere Informationen und den Download gibt es auf:
http://www.irradiatedsoftware.com/cinch/

Mittwoch, 3. März 2010

Apple Gadgets fürs Studium

Jeder Apple Fanboy der kurz vor seinem Studium steht, muss sich irgendwann für eine Methode entscheiden, wie er seine Vorlesungen aufzeichnen will. Es gibt dafür viele verschiedene Gadgets die natürlich alle ihre Vor- und Nachteile haben. Fangen wir mit dem traditionellen Werkzeug an:



Pen and Paper:
Auch bekannt als Stift und Notizblock oder das älteste Notebook der Welt. Virensicher, super Akkuleistung(720h Standy im Monat) und gut lesbar. Zeichnungen und Randnotizen sind kein Problem, Preis wie Verfügbarkeit sind ungeschlagen. Regelmäßiges Abheften in Ordner und saubere Notizen stellen für manche ein bekanntes Problem dar. In unserer digitalen Welt gibt es auch viele, die sich um die Umwelt Sorgen machen und kein Altpapier mehr produzieren wollen. Leider ist das digitalisieren 
mit Scanner oder ähnlichen Mitteln sehr zeitaufwendig und hinterher lassen sich die Notizen am Rechner nicht einmal gut durchsuchen.


Livescribe Pulse Smartpen:
Für 150€ kann man sich einen zum Geek Gadget mutierten Stift zulegen, der mit High-Speed Infrarot Kamera jede Bewegung erkennt und für spätere Verwendung digital abspeichert. Natürlich funktioniert das nicht mit langweiligen grauen Recycle Papier. Sondern nur mit speziell punktierten Blöcken, die pro Stück 5€ kosten. Kostengünstiger ist da der Ausdruck via Laserdrucker, aber ganz ohne diese bedruckten Blätter geht es nicht. Wenn man sich damit abgefunden hat, scheint der Stift der ideale Begleiter für Studenten und andere Vielschreiber zu sein. Man hat nicht nur die Abschrift, sondern gleichzeitig noch ein digitales Backup in Vektorgrafik. Das heisst, man kann Grafiken, die man an den Rand kritzelt beliebig vergrößern ohne dass sie pixelig werden. Noch cooler ist die Soft- und Hardware des Smartpens. Eine Handschriftenerkennung wandelt die Notizen in mit Spotlight durchsuchbaren Text um. So gibt es nie wieder verlorene Mitschriften (vorausgesetzt man besitzt ein gutes Backup seiner Festplatte -> Time Machine). Ein Mikrofon am Stift und zwei an den mitgelieferten Kopfhörern können auf Wunsch die Umgebungsgeräusche aufnehmen und so auch den Vortrag des Profs für die Zukunft archivieren. Wenn man dann mit dem Stift oder am Computer mit der Maus auf ein Wort seiner Mitschrift tippt, gibt die Software das Audio wieder, welches zur Zeit aufgenommen wurde als man dieses Wort schrieb. Coole Sache eigentlich. Aber ob die Qualität für späteres Nachhören einzelner Abschnitte taugt, kann nur ein Selbstversuch zeigen. Wie jedes neue Spielzeug mit einen Chip im Innern, bekommt auch der Smartpen einen AppStore spendiert. Die Programme dürften aber noch begrenzter sein als die Apps auf Smartphones die nicht mit einem „i“ anfangen. Der Einstiegspreis ist mit 150€ im Vergleich mit anderen Gadgets moderat, allerdings ist der Anwendungsfall auch ganz klar definiert.




Netbook:
Ganz kurz erwähnt. Für Apple Fanboys nicht das Richtige, denn man muss sich wieder mit Windows XP oder neuerdings mit Windows 7 rumschlagen. Auch die Linux Distributionen bieten nicht das Klicki-Bunti von Mac OS X. Für das Geld (300-400€) gibt es besseres.




iPod touch:
Mit seinem WLAN Modul und nützlichen Apps kann er beim Studentenleben hilfreich sein. Kleinere Notizen sind kein Problem, Texte über eine Viertelseite sind aber nur im Notfall bewerkstelligen. Es ist zu hoffen, dass mit Firmware 3.2 oder 4.0 endlich das Apple Bluetooth Keyboard als Eingabegerät zu benutzen ist. Dann wäre es an Mobilität kaum zu schlagen. Kosten würde der Spaß mindestens 260€; 190€ für den iPod und 70€ für das Keyboard, wenn man es nicht sowieso schon besitzt.
iPhone:
Das gleiche gilt beim iPhone. Mit Keyboardanbindung der fast perfekte Begleiter wegen Internetanschluss, Telefon und Kamera. Abzuwarten bliebe da nur die Akkuleistung, die sich mit Bluetooth Dauerverbindung nicht verbessern wird und die hoffentlich dieses Jahr endende Exklusivpartnerschaft mit dem rosa „T“. Denn der Wettbewerb kann den iPhone Verträgen nur gut tun. Man denke nur an das Tethering, das momentan dazu gekauft werden muss.



iPad:
Der dritte im Bunde der iPhone OS Geräte ist das iPad. Mit oder ohne UMTS bietet es eine große virtuelle Tastatur und sogar ein Keyboard Dock. Mit fast 10“ ist es kaum so handlich wie ein iPhone, doch es kann an anderer Stelle punkten. Das IPS Panel wird wie beim neuen iMac jeden Betrachter begeistern, das Surfen soll unheimlich viel Spass machen und der Akku dürfte so groß sein wie ein iPod touch. Richtig attraktiv ist das Tablett oder liebevoll iProd genannte Device mit 3G und einer hoffentlich in der ersten Generation schon eingebauten iSight Kamera. Knapp 500€ dürfte die kleinste UMTS Version kosten, wenn man die 629$ plus 45$ Steuern umrechnet.



Macbook:
Der günstigste Einstieg in die mobile Mac OS Welt. Dies soll kein Review des neuen weißen Unibody Macbook werden, aber die Vorteile liegen klar auf der Hand: Mac OS X statt iPhone OS, richtige Programme, Prefpanes und Multitasking. Dazu die sehr gute Tastatur (vergleichbar mit dem Apple Wireless Keyboard), ausreichend Schnittstellen und ein tolles Display. Das Killerfeature ist der Akku, denn locker 7 Stunden surfen macht nicht einmal der iPod touch mit. Natürlich ist das Allround Gerät teurer. Gewitzte Fanboys kaufen sich aber das Macbook ab 811€ bei macatschool.de und verkaufen es gebraucht für 850€ sobald ein neues Modell erscheint.
Macbook Pro:
Wer mit den Schnittstellen oder der Displaygröße des Macbooks nicht zufrieden zu stellen ist, der holt sich ein Macbook Pro. Für mindestens 200€ Aufpreis zum Macbook bekommt man ein kratzfestes Alu Gehäuse, Firewire 800,SD Karten Leser und eine beleuchtete Tastatur. Leider aber auch ein Glossy Display mit Deckglas. Dieses spiegelt sehr, vor allem wenn man aus Stromspar Gründen die Helligkeit runter regelt. Macbook Pros mit 15“ oder 17“, besseren Grafikchips und Prozessoren bilden das kostspielige Ende dieser Liste mobiler Studienhelfer.

Letztendlich werden wahrscheinlich der Geldbeutel und Tragekomfort dieser Gadgets entscheiden welches man persönlich benutzen wird. Für jede Preisklasse gibt es das entsprechende Gerät, Zubehör und Software. Vor dem Kauf sollte man sich jedoch bewusst sein, dass man alle Möglichkeiten bei seinem Apple Händler ausführlich testen kann. Wer dann auch noch von seinen Bildungsrabatt Gebrauch macht wird seine Wahl wohl kaum bereuen.